Anolis Carolinensis durchstreift dicht bepflanztes Terrarium

Bei der Einrichtung eines Terrariums für Rotkehlanolis, sollte wie bei jedem anderen Terrarientier der Herkunftsort der Tier bedacht werden.

Rotkehlanolis stammen ursprünglich aus den subtropischen Laubwäldern der USA, so sollte dementsprechend die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Terrarium angepasst werden.

Ich bevorzuge Glassterrarien, da diese nicht extra gegen Feuchtigkeit geschützt werden müssen. Für ein einzelnes Tier sind die Maße von 42x42x56 cm (txbxh) festgelegt, welche ich persönlich als viel zu gering empfinde. Vorallem sollte man diese Tiere in Gruppen von mindestens 1.2 Halten, da bei einer 1.1 Haltung ein zu großer Paarungsdruck auf einem Weibchen liegen würde. Eine 2.1 Haltung ist absolut NICHT! zu empfehlen, da Männchen sehr territorial sind und eins das andere gar töten könnte.

Zurzeit besitze ich ein Glassterrarium mit den Maßen 60x60x100 für 1.1 A. Carolinensis, es werden aber 2 weitere Weibchen einziehen.

Die Seitenwände&Rückwand sind mit einer selbstgebauten Styroporwand beklebt.

Das Terrarium sollte vorne und oben ausreichend Lüftungsschlitze haben, um Stauwärme vorzubeugen

Zunächst sollte der Boden mit einer sehr schwachen Heizmatte ausgelegt werden, da Rotkehlanolis warme feuchte Plätze aufsuchen um ihre Eier abzulegen.

Als Bodengrund kann anschliessend Walderde genommen werden, welche ca 8-10 cm ins Terrarium eingefüllt wird. Diese enthält zahlreiche Mikroorganismen, die als natürliche Aufräumer im Terrarium fungieren.

Um die LF zu erhöhen sollten echte Pflanzen ins Terrarium eingesetzt werden, welche entweder direkt in die Erde oder in Töpfen platziert werden. Zusätzlich dienen die Pflanzen als Sichtschutz und versteckmöglichkeiten für die Tiere

Um die LF halten zu können, sollten je nach Terrarium mindestens 2 mal täglich gesprüht werden. Tagsüber sollten ca 60% und nachts ca 80-90% erreicht werden.

Bei zu trockender Haltung können die Tiere Probleme bei der Hätung bekommen.

Anolis Carolinensis sind wahre Sonnenanbeter. Deswegen sollte mithilfe von genügend Lampen (vorallem UV-Lampen) zahlreiche Sonnenplätze geschaffen werden.

Die Temperatur im Terrarium sollte ca. 25-30 °c betragen, punktuell sogar 35. Nacht kann die Temperatur gerne auf Zimmertemperatur absinken.

Als Lampen eignen sich spezielle Leuchtstoffröhren und zusätzlich HQI/HCI Strahler mit Reflektor, um die UV-Versorgung zu gerwährleisten. Diese sollten im Terrarium oder außerhalb über Gaze befestigt werden, da Glas nicht UV-durchlässig ist.

Gefüttert wird mit allem Möglichen was sich bewegt und groß/klein genug ist. Rotkehlanolis reagieren nur auf Bewegungen und können demnach totes Futter nicht wahrnehmen. Um dem in der Natur vorkommenden Nahrungsspektrum  annähernd gerecht zu werden, sollte möglichst abwechlungsreich gefüttert werden.

Es bieten sich Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Fliegen, Motten, Regenwürmer und ab und zu Mehlwürmer an.

 

1.0 A. Carolinensis sitzt auf Sonnenplatz

Die Futtertiere sollten 2 Tage vor der Verfütterung mit Obst aufgewertet werden.

Zusätzlich sollte man die Futtertiere einmal in der Woche mit Vitaminen und Spurenelementen bestäubt werden.

Gefütter werden ca. alle 2-3 Tage, 2-3 Futtertieren pro ausgewachsenem Tier im Terrarium. Diese können entweder in einer Heimchenbox, mit der Pinzette oder einfach so in das Terrarium gegeben werden.

 

Manche Tiere essen Fruchtbrei, entweder selbstgemischt oder fertig gekauft als Babybrei.

 

Ein Trinkgefäß sollte auch auf jeden Fall ins Terrarium gegeben werden, welches täglich mit frischem Wasser ausgewaschen und befüllt werden sollte, obwohl Rotkehlanolis oft Tropfen nach dem Sprühvorgang von den Blättern lecken.

 

Buchtip:

Jens Rauh

Der Rotkehlanlis Anolis Carolinensis

NTV Art für Art

978-3-937285-27-6

 


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